Marie einſt ſo gut wird, als ſie jetzt ſchoͤn iſt,“ ſagte er,„ſo ſoll ſie meines Carls Braut werden. Er iſt ein huͤbſcher Knabe, voller Geiſt und Leben, zum frommen Menſchen will ich ihn erziehen. Lieber Amtmann, was meinen Sie dazu?“— „Dieſe Verbindung waͤre doch zu fruh ge⸗ ſchloſſen,“ erwiederte Neuberg,„wir wol⸗ len unſere Kinder fragen, wenn ſie zu Verſtand und Jahren gekommen ſind. Carl iſt der lieblichſte Knabe, und Gott werde ich danken, wenn mir mein kuͤnfti⸗ ger Schwiegerſohn ſo gefällt, wie dieſer
Junge. Meine große Freude habe ich an ihm. Er gruͤßt mich immer ſo freundlich, wenn er mich ſieht.“—„Es iſt ja ſo mancher Scherz ſchon Ernſt geworden,“ ſagte der Pfarrer,„und die Zeit wird es lehren, was aus dieſem werden ſoll.“— „Marien habe ich ſchon fuͤr meinen Dedo beſtimmt,“ ſagte der Graf,„und wenn er ein wackerer und muthiger Ritter wird, läßt er ſich die Braut nicht nehmen.“— „Wenn Sie's im Ernſt ſo meinen, da muß


