Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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Du hätteſt Recht? Anders, als mich, hat Dich die Erziehung und das Verhaltniß geformt, willſt Du nur Deine Bildung allein fuͤr die wahre gelten laſſen? Waͤre gefaͤllige Artigkeit und Höflichkeit Unnatur? Welcher Eintrag geſchaͤhe damit der Tu⸗ gend? Aus eigener Erfahrung weißt, Du es, daß es nicht leicht iſt, jede neue Ge⸗ ſtalt anzunehmen, darum laß mir die mei⸗ ne. Sey duldſam, wie ich's gegen Dich bin, und ſieh uͤber den Flitter hinweg, der Dir mißbehagt und halte Dich an meiner

treuen Liebe und einer Frömmigkeit, die keines Wechſels faͤhig iſt, In der Haupt⸗ ſache ſind wir friedlich einverſtanden und das Nebenſächliche ſoll uns nie feindlich trennen. Läſſeſt Du mir aber nur Zeit 3

und übereilſt mich nicht, dann ſollſt Du's erfahren, daß ich eine Amtmannsfrau werde, wie ſie ganz nach Deinen Wuͤn⸗ ſchen ſeyn muß. Dir zu gefallen, das iſt das Ziel aller meiner Beſtrebungen, und es zu erreichen, achte ich fuͤr zn⸗ hoch⸗ ſtes Gluͤck auf Erden.“ ini