Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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graͤflichen Gatten uͤbertraͤfe. Nie wurde der Friede ihrer Herzen geſtort, ein Wille, eine Neigung regierte ſie Beide.

Fuͤr Zerſtreuungen in der großen Welt

hatten ſie keinen Sinn und in ſtiller

Haͤuslichkeit fanden ſie ihr hochſtes Gluͤck. Hochmuth und Stolz blaͤhte die junge Graͤfin nicht auf, ſie war und blieb das beſcheidene, ſanfte, einfache und prunkloſe Weſen, wie ſie's als Kaufmannstochter wat. Die Verbindungen, in denen ſie

vorher mit einzelnen Freundinnen ſtand,

hob ſie nicht auf, am meiſten aber zeichnete

ſie eine gewiſſe Auguſte Bertram aus, die

ſchoͤner war, als ſie ſelbſt, mit der ſie am meiſten übereinſtimmte. Im Sommer war dieſe Auguſte oft Wochenlang in Weſt greußen.

„Koͤnnten wir doch Augüſten ſagte die Graͤfin, als ſie mit ihrem Gatten al⸗ lein war,„mit unſerm ledigen Neuberg verheirathen! Er iſt ein ſo herrlicher Menſch,

durch den ſie gewiß glücklich wurde.“—

Frömmigkeit, Liebe und Unſchuld, dieſe

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