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len Sie, daß ich Ihr Freund bleiben ſoll; ſo ſchweigen ſie von der mir verhaßten Sache. Ich bin muͤndig und bedarf keines Rathgebers.“ Der Graf fiel in eine ſchwere Kranhkeit und ſein taͤglicher Geſellſchafter war der Pfarrer. Mit Gewißheit glaubte er an ſein nahes Ende.„Koͤnnte ich doch alle Fehler, die ich beging, gut und ungeſchehn machen,“ ſo ſprach der fromme Greis an einem Abend,„ruhiger wuͤrde ich dann ſter⸗ ben. Habe ich auch ſo viel Gutes, Gluͤck und Freude verbreitet, als in meiner Macht ſtand? Meinen einzigen Sohn, nur den
laſſe ich in dieſer Welt, unzufrieden mit
mir zuruͤck. Gern moͤchte ich ihn voͤllig mit mir verſoͤhnen, ich habe ihn noch ſo
lieb.“—„Herr Graf,“ erwiederte der Pfarrer, der vor dem Bette ſaß,„Ihr
Sohn trauert und er hat ein Recht dazu. Sein Kampf zwiſchen Liebe und Pflicht
iſt ein ſehr harter. Das Verbot eines gu⸗
ten Vaters wird er nie uͤbertreten und
ſein Leben muß ein ungluckliches ſeyn. Ol es iſt ein herrliches Maͤdchen, das er


