ſtabt aufhielt. Seine Wiederkehr im Mai feierte Neuberg, wie ein Jahresfeſt. Der Graf wußte es wohl, wie nah er dem
Herzen ſeines Paͤchters ſtand und liebte in
ihm den redlichen Bruder. Beide waren auch mit einander aufgewachſen und er⸗ hielten von einem Lehrer, welcher der je⸗ tzige Parrer von Weſigreußen war, den⸗
ſelben Unterricht. Der in aller Hinſicht
achtungsvolle Geiſtliche, welcher ein mu⸗ ſterhafter Redner und ein frommer Mann war, lebte mit dem Graf und Amtmann
in dem herzlichſten Einverſtaͤndniß und
nannte ſie von allen Schuͤlern, die ihm von jeher anvertraut wurden, die beſten, wie ſie auch ihn ihren beſten Lehrer nannten.
Der Graf konnte es nicht vergeſſen,
welch einen wichtigen Dienſt der Pfarrer ihm leiſtete, als ſein Vater, der alte Graf, auf dem Sterbebette lag und man mit Ge⸗ wißheit an ſeinen Tod glauben mußte.
Als Offizier ſtand der junge Graf un⸗
ter einem Cavallerieregiment. In der Gar⸗ niſon lernte er ein junges, ſchoͤnes und
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