Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

16 Andere,hat an dem frömmelnden, alber⸗ nen Neuberg, der ſich buͤckt und ſchmiegt, als ob er ein Schloßbediente wäre, ſeinen Narren gefreſſen, der darauf ausſtudirt hat, dem gräflichen Schwachkopf das Fett von der Suppe zu ſchöpfen, ohne daß er's merkt. Andere meinten, der Graf ſey Neubergen gewiß ein gutes Suͤmmchen ſchuldig und darum muͤſſe er den Pacht⸗ contrakt verlaͤngern.Was gilt's, ſagte der großmaͤulige Oberamtmann Soſten, der im Beleidigen ſehr ſtark war, und die ehe⸗ liche Treue wie eine verkaͤufliche Waare be⸗ krachtete,die wunderſchöne Amtmanns⸗ frau gefaͤllt dem Graf, er kann ſich nicht von ihr trennen und die Frau Grafin, eine gar kluge Frau, ſtört den verliebten Um⸗ Lang nicht, weil ſie das kleinere dem grö⸗ ßern Uebel vorzuziehen gelernt hat. Mehr als einen Ehemann kenne ich, der die Au⸗ gen verſchließt, um ſeine Gattin nicht zu ſehen, wenn ſie auf Beute ausgeht, die ſie ins Haus bringt. Ach! das Reine, Wahre, Schone und