Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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die Gräfin, um es ihm wieder zu ſagen, anvertraut hatte, daß er das Amt behal⸗ ten werde, wenn es ſein Wille ſey, ohne eine hoͤhere Pachtſumme zu zahlen. Nicht unbekannt war es ihm, daß eine gute Zahl Beamten ſelbſt ſein Schwager ge⸗ hörte unter ſie, der aber ſeine ſcheinbare bruͤderliche Freundlichkeit keinen Augenblick veraͤnderte, ſondern ſie juſt in der Zeit erhoͤhte, als er Neubergen auszupachten verſuchte, um das haͤßliche Bild des ver⸗ ſteckten Brodtneides und Eigennutzes, der die heiligſten Verhaͤltniſſe mit Fuͤßen zer⸗ tritt, zu bekleiſtern den Grafen uͤber⸗ lief, eine größere Summe gelobte, um Weſtgreußen unter die Preſſe zu nehmen und ihm fuͤr eine lange Periode das Mark abzudraͤngen. Die Herren uͤberboten ſich ſelbſt; aber der Graf ließ ſich nicht blen⸗ den, nicht beſchmeicheln, nicht uͤberreden, und fand alle Bewerber zwar mit einer ar⸗ tigen, aber ſo beſtimmten Antwort ab, die weiter keine zweite Anfrage zuließ. Der Graf, ſo ſagte Einer und der