Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

13 Um als Braf mit gräſlicher Würbe zu leben, dazu ſcheint den meiſten Men⸗ ſchen etwas ganz anderes zu gehoͤren, als

Sittlichkeit, Tugend und Edelmuth, Vie⸗

len erſcheint das als eine moraliſche Lum⸗ perei, in die ſich der Poͤbel kleiden mag, das Feſtkleid eines vornehmen und begu⸗ terten Mannes, der Aufſehen erregen, Hert⸗ lichkeit und Pracht um ſich her verbreiten muß, iſt es nicht. Ihm hat das Schickſal einen andern Weg bezeichnet, auf dem er ſeine Luſt finden, ſich Verehrer und Schmeichler erwerben kann, darum darf er auch die Regeln der Pflicht und des Ge⸗ wiſſens nicht ſo puͤnktlich und aͤngſtlich beobachten, an die nur der Haufe gebun⸗ den liſt. Um volle Freiheit zu genießen, muß er ſich von ihnen, wie von druͤcken⸗ den Feſſeln, losmachen, ſeine eigene Welt ſich ſchaffen, und ſich in ihr ſo lange um⸗ hertummeln, als es ſein Alter, ſeine Kraft und Genußliebe zuläßt.

Aber, wir betheuern es, ſo und nicht anders war dieſer Graf. Wollten wir