Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

255

geſetzt,daß Du Dir nicht ſchadeſt. Du biſt nicht mehr blind, Du kannſt wieder ſehen! Er blickte gen Himmel, betete mit gefalteten Haͤnden und ſagte die Worte laut:Herr, inbruͤnſtiger hat Dir nie ein Herz gedankt, als das meine!

Alle Anweſende waren erſchuͤttert, ge⸗ rührt, außer ſich vor Entzuͤcken. Mit feier⸗ licher Miene nahte ſich jetzt Carln der Amtmann, und ſprach, indem er den Juͤng⸗ ling umarmte:Sohn, Dein Lohn iſt meine Tochter, Du biſt mein Schwieger⸗ ſohn, nimm meinen Segen! Du haſt die heiligſten Anſpruͤche an ihre Liebe, an meinen Dank! Nimm Marien hin, ſie ſey Dein, ewig Dein!... Mit gedaͤmpf⸗ ter Stimme ſagte Marie:Vater, koͤnnte ich Dir mit Thraͤnen danken, mit Worten kann ich's nicht! Laß Dir die Hand kuͤſ⸗ ſen! Nun biſt Du mein Vater ganz ganz wieder!.. Ach! Gott, wenn es nur ge⸗ wiß iſt, daß ich wieder ſehen lernel... Ruhig, ruhig mußt Du Dich verhal⸗ ten, ſagte Carl,wenn die Heilung er⸗