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ſich Marie noch eine lange Weile gedulden muͤſſe. Man müſſe ihm auf eine ſcho⸗ nende Weiſe erſt ihren Krankheitszuſtand kund thun. Und im erſten Anfalle eines ſchmerzhaften Schreckes wolle man ihn auch nicht auf's Amt gehen laſſen. In etlichen Stunden werde er gewiß kommen. Er befinde ſich nach der beſchwerlichen Riſ ſehr wohl.“
Der Graf erſchien mit ſeiner Gattin, um Marien zu melden, daß Carl ſchon bei ſeinen Eltern ſey, und ſie zu ermah⸗ nen, ſich moͤglichſt ruhig zu verhalten.— „Das will ich auch,“ erwiederte ſie,„wenn ich's nur koͤnnte. Es zuckt mir in allen Nerven und mein Blut huͤpft in den Adern. Wenn er noch zwei Stunden wegbleibt, ſo hoffe ich, daß es ſtiller in mir werden wird. Ach, wie ohnmächtig iſt der Menſch, wenn er ſich ſelbſt beherrſchen ſoll! Wie ſchwach iſt der Verſtand und wie maͤchtig iſt das Herz! Hätte ich nur Augen, koͤnnte ich nur ſehen! Nun, da ich blind bin, darf Carl die Stube meines Vaters betre⸗


