Er iſt da!“— Die Tante ſuchte ſie zu beſaͤnftigen, öffnete das Fenſter, und ſagte: „Ein leerer Wagen faͤhrt aus dem Dorfe, es iſt moͤglich, daß Carl in demſelben an⸗ gekommen iſt; aber gewiß iſt es doch nicht. Beruhige Dich doch und ſchade Deiner Ge⸗ ſundheit nicht“.. Sie ließ mit Bitten nicht nach, es mußte der Verwalter zum Pfarter gehen und ſich erkundigen, ob Carl nicht angekommen ſey. Sogleich wollte ſie Beſcheid haben. Der Vater und die Mutter waren bei Marien, und baten ſie, daß ſie ſich durch die gewaltige Unruhe
des Gemuths nicht hinrichten ſollte.—
„Ach!“ ſagte ſie ſchmerzhaft geruhrt, „haͤtte ich ſehende Augen, ſo würde ich nach dem Pfarrhauſe hinfliegen; aber die arme Blinde kann keinen ſichern Schritt wagen, und haͤngt von dem Willen Ande⸗ ter ab
Der Verwalter kam zuruͤck und be⸗ ſtellte Marien muͤndlich:„Der Herr Pfar⸗ rer, der mich kommen ſah, trat mir auf dem Hausflur entgegen, und ſprach, daß


