unſere Freude ſeyn, die Leidende in unſe⸗ rer Naͤhe zu haben, um ihr mänche Be⸗ ſchwerde zu erleichtern?“—„Wie Du da von Dingen redeſt,“ ſagte der Amtmann, „die nie eintreten werden. Soll ich Carln bitten, daß er aus Barmherzigkeit Marien zur Gattin nimmt? Wer verbindet ſich durch die Ehe mit einer blinden Frau! Und das Heirathen wird ihr in ihrer Trübſal nicht einfallen. Es gehoͤrt dazu ein leichtes, freudiges Herz und das ihre iſt beſchwert und vom Kummer niederge⸗ beugt. Was Ihr Frauen fuͤr Phantaſien habt!“ „Nun, ſo will ich einen andern Fall ſetzen,“ ſagte ſie;„wie wuͤrdeſt Du Carln belohnen, wenn er Marien wieder zum Sehen huͤlfe? Mit Geld läßt er ſich ge⸗ wiß nicht abfinden. Wenn er kaͤme und ſagte zu Dir: Ich verbuͤrge mich unter
der Bedingung, Ihre Tochter von der ₰
Blindheit zu heilen, daß Sie ſie mir, wenn ſie ſehend iſt, zur Gattin geben. Was wuͤrdeſt Du waͤhlen? Haß ſie lieber


