ſich nichts ereignet habe, welches ſeinen Hoffnungen und Wuͤnſchen entgegen ſey⸗ Mit Gewißheit durfe er aber nicht auf ſie bauen, da der Graf den Punkt der Ver⸗ heirathung ſeiner Tochter mit irgend ei⸗ nem Juͤnglinge, auch mit keiner Sylbe beruͤhrt habe.„Meine Marie,“ ſetzte der Amtmann hinzu,„bedauert es gar ſehr, daß ihr die Gelegenheit genommen wurde, Deine Bekanntſchaft zu machen. Sie freut ſich im voraus, Dich im Herbſte zu ſehen. Vielleicht kannſt Du auch ein gu⸗ tes Theil dazu beitragen, daß ſie von ih⸗ rer Krankheit, die noch von ihrer Kindheit herruͤhrt, nämlich ihrer phantaſtiſchen Liebe gegen einen Schulknaben, geheilt wird.“
Ehe Villing ſo viel Zeit hatte, ſei⸗ nen Eltern ein Reiſejournal zu überſen⸗ den, in dem er ihnen das Wichtigſte meldete, was ihm unterwegs begegnet war, empfingen ſie einen Brief von dem Amtmann. Er enthielt groͤßtentheils eine Lobeserhebung des fuͤrtrefflichen Juͤnglings. Aber Neuberg ſchrieb auch an ſeinen Bru⸗


