Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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mir Gewalt anthun, Du ſollſt mich bald ruhiger ſehen„. Sie wurde es, wenn man den Schein fuͤr Wahrheit achten durfte.

Waͤhrend Brigitte in Furcht und Hoff⸗

nung lebte und die Herbſtzeit herbei wuͤnſchte, war auch Willing in ſeiner Garniſon nicht mehr der gemuͤthsfrohe Juͤngling. Oft dachte er an das reizende Maͤdchen, und die Moͤglichkeit mit dem⸗ ſelben verbunden zu werden, entzuͤckte ihn,

ſo wie ihn der Gedanke, daß ſein Traum⸗ geſpinnſte leicht zerriſſen werden könnte,

ihn beunruhigte. Auch an den Graf hatte er ein Dankſchreiben ergehen laſſen und erhielt von demſelben eine recht freund⸗ ſchaftliche, guͤtige Antwort. Nochmals wurde er auch ſchriftlich eingeladen, ja im Herbſt nach Weſtgreußen zu kommen. Der Graf ſetzte hinzu:„Ich werde Ihnen ausdruͤcklich meine Ruͤckkehr von Berlin melden, damit Sie mich hier finden.“ Von dem Onkel erhielt er die Nachricht, daß

Brigitte jetzt bei ihren Eltern ſey und daß