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erhielt bisweilen in ihr eine ſolche Stärke, ein ſolches uebergewicht, daß ie einen ver⸗ borgenen Schmerz nicht voͤllig beherrſchen konnte. Sie that ſich weniger Zwang an, wenn ſie bei der Mutter und mit ihr al⸗
ein war. Einſt ſagte ſie ſogar, indem ihr die Thraͤnen von den Wangen rollten:
„Mutter, bin ich nicht eine Närrin, daß
ich der Liebe zu Willing länger anhange?
Waͤre es fuͤr meine Ruhe nicht beſſer, daß ich nicht mehr an ihn dächte? Das nehme
ich mir ſo oft vor, aber eine unſichtbare
Macht zieht mich immer wieder zu ihm hin. Wenn ſein Bild mir dann wieder erſcheint, ſo viſt mir's, als ob ich nach langer Trennung einen Freund ſähe, von dem ich zu lange geſchieden war. Wie glücklich wurde mich's machen, wenn er's nur durch das leiſeſte Zeichen verriethe, daß er mir nicht abgeneigt iſt! Sagte er denn weiter nichts von mir, als daß er
mich auf dem Ball geſehen hätte? Kein Woͤrtchen, wenn es für mich ein günſti⸗
ges iſt, darfſt Du mir vſ es


