Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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48 Vater fragte, warum ſie geweint hätte, ſagte ſie:„Der Herr Pfarrer hat mir die Krankheitsgeſchichte Carls erzahlt. Ich konnte mich nicht bis zur Untheilnahme abſtumpfen. Aber mir das zu verſchwei⸗ gen, als ob es mich nicht intereſſirte, wie es ihm geht, ob er auf dem Wege zum Grabe iſt, oder nicht? O, er iſt meinem Herzen noch immer werther, als es meine Lippe zu ſagen wagt! Man kann ſchwei⸗ gen, aber ſeine Gefuhle nicht verſtummen machen, wenn ſie laut im Innern reden.“ 6 Die Tante nahm das Wort und ſag⸗ te:„Fäͤllſt Du wieder in Deine uble Lau⸗ ne2 Sahen es Deine Eltern nicht voraus, daß Dich die Nachricht von Carls Krank⸗ heit betruben wuͤrde? Sag es ſelbſt, was nutzt ſie Dir nun? Verkennſt Du ihre Güte, die Dir den Schmerz, die Angſt erſparen wollte? Werde nicht ungerecht und undankbar...“ Marie ſchwieg. Mit be⸗ truͤbter, mißmuthiger Miene ging der Amt⸗

mann aus der Thür, warf Marien, ohne

ein Wort zu reden, einen bedeutungsvollen