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werde ich nie begehen, daß ich Carln mehr als mich ſelbſt, mehr als die ganze Welt liebe. Ware das Unrecht, Gott hätte mir dieſe Neigung nicht ſo unausrottbar in die Seele gepflanzt. Wer ſie herausreißen will, der wird mein ganzes Weſen vertil⸗ gen. Der Verſtand muß da ſchweigen, wo nur das Herz der Schiedsrichter ſeyn kann. Sind wir verdammt, im Leben verſchiedene Wege zu gehen, ſo wird doch Niemand unſere liebenden Gemuͤther tren⸗ nen koͤnnen. Unglaublich ſchmerzt mich's, daß, mein Vater es iſt, der mir das Hin⸗ derniß in den Weg legt, ihn nicht mit of⸗ fenem Gemuͤthe lieben zu duͤrfen. Gehor⸗ chen muß ich ihm, aber ich kann's nicht anders, wie eine Sclavin, mit widerſpen⸗ ſtigem Herzen. Man beweiſe mir's erſt, daß es ein Verbrechen iſt, Carln zu lieben, und ich will es verabſcheuen, aber ſo, als ob ich ein willenloſes Weſen waͤre, kann ich's nicht.“
Sie kam mit rothgeweinten Augen in dem Hauſe ihrer Eitern an, und als der


