ling Gegenliebe fuͤr ſie empfaͤnde. Der Vater könne ja auch ganz andere Abſich⸗ ten mit ihr haben und es ſey die erſte Pflicht eines Kindes, in den wichtigſten Angelegenheiten Feines Lebens, ſich nach dem weiſen und guͤtigen Willen der Eltern zu fuͤgen.—„Mutter,“ ſagte ſie, und eine Thräne ſchimmerte ihr im Auge,„Kum⸗ mer werde ich meinem Vater nicht machen, und wenn es ſeyn muß, kann ich ihm die liebſten Neigungen aufopfern. Was ich auf den Wegen der Guͤte und Liebe nicht
erreichen kann, das werde ich ihm nie ab⸗
trotzen. Du ſollſt nie eine undankbare Tochter in mir finden.“—„Stille, ſtille nur, meine theuerſte Brigitte,“ ſagte die Mutter, geruͤhrt uber die Aeußerungen des guten Kindes,„wir ſtehen Deinem Gluͤcke
nicht durch Eigenſinn im Wege. Ueberlaß
Dein Schickſal der hoͤhern Macht, die es weiſe und väterlich lenkt. Was Dein Be⸗ ſtes iſt, das und nicht Anderes muß Dir werden.“
Nicht ſo ruhig und ergebend war ihre


