— 44 bei den Eltern um ihre Hand zu bitten, ſo werde ſich ihr Bild, was ſich ihm ſo feſt eingedruckt hätte, aus ſeiner Seele nie verlieren. Der Anblick keines Maͤdchens habe ihn ſo fortgeriſſen und bezaubert. Die Hoffnung, ſie im Herbſte in Weſt⸗ greußen zu ſehen, werde ihm jede Stunde verſuͤßen, wenn ſie die Sehnſucht nach ihr ſie ihm verbittern wolle.
In einer geheimen unterredung, die Brigitte mit der Mutter hatte, ſagte ſte's ihr offen und unverholen, daß ſie ſich ſelbſt ein Raͤthſel ſey und es nicht begrei⸗ ſen koͤnne, wie der bloße Anblick eines Jünglings ſie ſo hätte ruͤhren koͤnnen. Sein Bild ſchwebe ihr, nach allen ſeinen Zugen, vor Augen. Sie beunruhige ſich in ihrem Innern nicht, aber gewiſſen un⸗ beſtimmten Hoffnungen, die ſie ſeitdem nicht ausloͤſchen koͤnne, gebe ſie ſich doch
in freudigen Ahnungen hin... Die wei⸗
ſere Mutter rieth ihrer vct ernſtlich, auch die Macht dieſer Hoffnüngen zu
ſchwaͤchen, da ſie doch nicht wiſſe, ob Wil⸗
8
—


