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dete, ein wohlverdientes war. Schon oͤf⸗ ter hatte er die Erfahrung gemacht, wie ſcharf und richtig der Blick ſeiner Gattin war, wenn es auf die Beſtimmung des Werthes eines Menſchen ankam. In vie⸗ len Faͤllen wo er noch zweifelte, entſchied ſie mii Gewißheit und die Folge es, daß ſie Recht hatte.
„Wenn der Capitain ein ſolcher Mann iſt,“ ſagte der Graf in ſich,„und es köͤmmt zur Liebe zwiſchen ihm und deiner Tochter, ſo willſt du ihnen ohne Weigern deine Zuſtimmung geben. Reichthuͤmer und Titel, ohne Tugend und Verſtand, lei⸗ ſten nur eine ſehr unſichere Buͤrgſchaft, daß eine Ehe eine gluͤckliche wird, oder eigent⸗ lich, ſie wird es nie.“
Die Amtmannsfrau benutzte die Seit wo Willing aus der Stube war, um ſei⸗ nen Anzug zu beſorgen, und ſagte zu ihrem Gatten:„Die Gräfin hat mir's anver⸗ traut, warum die Tante mit Brigitten und Marien verreiſet iſt, ohne daß man weiß, wohin. Brigitte ſah Willingen auf dem


