Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

30

mit ihrer Kraft zu wirken, ſo weit dieſe reichte.

„Du bleibſt zu lange aus,“ ſagte der Graf, als ſeine Gattin in's Zimmer trat. „Wenn Gaͤſte geladen ſind, ſo hat die Hausfrau immet Noͤthiges zu beſchicken. Es iſt ja bald Eſſenszeit“— Sie laͤcheite und erwiederte:„Stille nur, lieber An⸗

ton, es ſoll an nichts fehlen Du wirſt

heute an dem Capitain einen jungen Mann kennen lernen, der Dir ſehr gefällt. Bei einem ſchoͤnen körperlichen Aeußern veſitzt er geſellige Bildung, viel Verſtand und, wie ich glauben muß, auch Herzens⸗ gute.“—„Was ihr Frauen doch auf den erſten Blick auf Einmal findet,“ ſagte der Graf.„Nur gut, daß Du nicht achtzehn Jahr alt biſt, ſonſt moͤchte ich mit einem Nebenbuhler in einen harten Kampf gera⸗ then. Werde ich den Wundermann heute Nittag ſehen?“—„Neubergs bringen ihn mit.“— Die Gräſin verljeß das Zim⸗ mer, um die nöthigen Befehle zur Be⸗ ſetzung der Tafel zu geben.

ti

e—

————