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Die Graͤſin hatte den Capitain nur etliche Stunden geſehen und geſprochen, und ſie war in ſich entſchieden, daß er ein gar vorzuͤglicher Juͤngling ſey. Sie fand es ſehr verzeihlich, wenn ſchon der Anblick ſeines Aeußern hinreichte, Brigitten fuͤr ihn geneigt zu ſtimmen. So viel ſah ſie leicht ein, daß ſie mit ihm nicht in naͤhere Beruhrung treten durfte, wenn ſie nicht ganz von ihm bezaubert werden ſollte. Fuͤr ein Ungluck pielt ſie die Verbindung ihrer Tochter mit Willing auch nicht und ſie fuͤrchtete auch nicht, daß ihr Gatte, der im Punkte der Verheirathung ganz anders wie andere Grafen, humaner, verſtaͤndiger dachte, den jungen Leuten unuͤberſteigliche Hinderniſſe in den Weg legen werde. Sein Plan mit ſeinem Muͤndel, dem Graf von Weſterberg, ſtand noch auf ſchwachen Fuͤßen, und war ein Wunſch ohne die Ge⸗ wißheit, daß er erfullt werden wuͤrde. Die Gräfin erklaͤrte ſich im Innern gern bereit für die beiden jungen Leute, wenn es un⸗ ter ihnen zu einer ernſten Liebe kaͤme,


