Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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iſt ſo leicht nicht, eine Neigung aus dem Herzen herauszureißen, die in ihm feſtge⸗ wurzelt iſt, wenn man auch den beſten Willen dazu hat und mit allen Kraͤften

dawider kämpft. Und waͤre es denn ein

Ungluͤck fuͤr Sie, was Marien als das hoͤchſte Gluͤck erſcheint, wenn Ihre Tochter einſt mit einem geſchickten Arzt verbunden wird? Ihm kann kein Feld verhogeln, die menſchlichen Ausſchweifungen und der gebrechliche Koͤrper, die heftigen Leiden⸗ ſchaften, die die Geſundbeit antaſten, wei⸗ ſen ihm ein großes und ſicheres Einkom⸗ men an. Hat er vor der Welt weniger Ehre, als ein Oekonom?Wie Du da redeſt, lieber Willing! In meiner Lage wuͤrdeſt Du gewiß anders ſprechen.

In aller Fruͤhe ging Willing mit dem Amtmann zum Prediger, um ihm den Brief zu übergeben und ihm zu ſagen, daß er Carln in Berlin geſprochen hätte.

Auf dieſen Brief habe ich laͤngſt gewar⸗

tet, ſagte der Pfarrer.Mein Sohn iſt, ſeit Sie ihn ſahen, todtkrank geweſen,