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und ihre artigen Manieren aufbot, um Willing an ſich zu ziehen. Er lernte in ihr eine ſehr kluge, weltkundige Frau ken⸗ nen, die ſich ihm in liebenswuͤrdiger Nai⸗ vitaͤt zeigte. Wohl hatte ſie von Erlach erfahren, daß der Capitain ein anſehnli⸗ ches Vermogen beſaß. An wohlhabende Maänner mußte ſie ihre Toͤchter zu verhei⸗
rathen ſuchen, da ſie mit ihrem Gemahl
großen Aufwand machte und mehr Schul⸗ den hatte, als ſie bezahlen konnte.
Die ſchöne Anna ſaß Willing gegen⸗ uͤber, neben ihrer Schweſter, zwar nicht an ihrem gewoͤhnlichen Platze, aber ſie folgte der Anordnung ihrer weiſern Mut⸗ ter. Veranlaſſung zum Reden gab ihr die Mutter genug und ſie wurde von derſel⸗ ben, nicht ohne Gruͤnde, vorzugsweiſe vor Louiſen, beſonders artig behandelt. Sie war ein unverſtelltes, ungeziertes, recht liebenswuͤrdiges Maͤdchen von ſieben⸗
zehn Jahren und bluͤhte wie ein aufbre⸗
chende Roſe. Sie wuͤrde gewiß Willin⸗ gen in einem hoͤhern Grade gefallen haben,


