61 abhold war, weil er ſie fuͤr die Hauptſtifte⸗ rin des Verhaͤltniſſes hielt, in dem Glami eine Weile mit dem koͤniglichen Juͤnglinge ſtand, das fuͤr die Letztere ein ſo tragiſches Ende nahm. Bei oͤffentlichen, feſtlichen Gelegenheiten, bei denen der Koͤnig ſelbſt zugegen war, wo ihren Reizen von den Vor⸗ nehmſten gehuldigt wurde, nahte er ſich ihr
nicht. Sie redete au Mort mit ihm, und gab es ihm nur dliche Bli⸗ cke zu erkennen, daß ſ mit gunſtigem
Gemuͤthe gewogen ſey; aber dieſe Blicke, wie er ſich einbildete, waren ſo verſtohlen, ſo ſchuͤchtern, als ob ſie es aͤngſtlich zu vermeiden ſuchte, daß Niemand hinter das Geheimniß kam. Er war wirklich verlegen, wovon er eigentlich mit Glami reden ſolltez ihr Schickſal wenn ſie ſich deshalb beklagte, konnte er nicht theilnehmend betrauern, er mußte ſich vielmehr Gluͤck dazu wuͤnſchen. In der Stimmung glaubte er ihr Gemuͤth


