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einen Balſam für meine Wunden zu ge⸗ brauchen? Es muß ſich gar Vieles in mir noch umwandeln, ehe ich zu der Hoͤhe kom⸗ me, auf die Ihr mich ſtellen wollt. Jene Weisheit, die Ihr ruͤhmt, iſt gewiß die Frucht ſpaͤterer Jahre, in der Jugend fin⸗ det Ihr ſie nicht. Scharf und unabge⸗ ſtumpft ſind alle meine Sinne, heftig be⸗ wegt ſich Alles. Was mir als Verluſt er⸗ ſcheint, das kann ich noch nicht als Gewinn betrachten. Laßt mich nur noch klagen und ſeufzen, ich rechne auf die Zeit, die die empfindlichſten Schmerzen mildert, und ſie endlich wohl gar in das Grab der Ver⸗ geſſenheit begrabt. Man ſagt mir, es traͤgt ein Jeder die Narben der Schickſalsſchlaͤge an ſich, groͤßere oder kleinere, aber ſie thun nicht mehr wehe.“
Als ſie ſo mit einander redeten, trat
unerwartet am ſpaͤten Abend Anna Auley


