27 Verſprechen gab, daß ſie ihr mit Marga⸗ rethen am folgenden Tage nachkommen werde. Margarethen aber gebot die Gra⸗ fin, daß ſie ſelbſt des Nachts nicht von Glami's Seite wich. Was dieſe treue Dienerin verſprach, das hielt ſie heilig.
Als Glami mit Margarethen allein war, las ſie ihr den Brief von dem Koͤnig vor und fragte ſie um Rath, ob ſie einige Zeilen darauf erwiedern ſollte oder nicht. Margaretha, die Vorſichtige und Kluge, ant⸗ wortete:„In Angelegenheiten des Herzens iſt es ſchwer, den beſten Rath zu geben. Du biſt groß und verſtaͤndig, thue, was Dein Gefuͤhl gebietet, das entſcheidet oft richtiger und wahrer als der Verſtand, wel⸗ cher ſich in ſeinen Berechnungen irtt. Ich aber ſchriebe nicht. Wozu könnte das Schreiben dienen? Unmoͤglich iſt es, den Koͤnig mit Dir zu verſöhnen. Willſt Du


