mich allein, daß ich Thränen weine, ſie werden meinen Schmerz erleichtern und mir Linderung ſchaffen.“
„Arme, liebe Glami,“ ſagte die Mut⸗ ter, indem ſie ihre Tochter umarmte,„das Schickſa! verſucht uns ſehr hart, aber laß uns nur unſere innere Ruhe behaupten. Wer ſich nicht durch Laſter entehrt hat, der kann freudig und getroſt zum Himmel empor blicken, ſo hart und unerforſchlich auch die Streiche ſind, die auf ihn nieder⸗ fallen. Alles berechtigte mich zu dem Glauben, Du wuͤrdeſt einſt die Krone einer
Fönigin tragen. Ach, unſer ungluͤckliche Angus iſt auch an unſerm ungluͤck ſchuld, aber, wir wollen ihm nicht fluchen, ſondern ihm verzeihen. Es hat ſo jeder Menſch ſeinen eigenen Geiſt, den einen führt er wie auf Roſenwegen ſeinem Ziel entgegen, den andern auf Dornen in finſtern Nach⸗


