Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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felbſt an mich zu ſchreiben? Geht er nicht mit dem Geheimniß meiner Liebe ſo ſträflich um, daß er es einem Dritten offenbart? O, ich haͤtte nicht an ihn ſchreiben ſollen! Mehr Gefuͤhl und Guͤte traute ich ihm zu. Ach, wie hat ſein Sinn ſich geaͤndert, ſeit er den Thron beſtieg! Aber leſen muß ich den Brief, und wenn er meine Wunden noch weiter aufreißt!

Ihre Haͤnde zitterten, in ihren Augen wurde es truͤbe, ſie holte ſchwer Athem, als ſie den Brief las.Ach, rief ſie aus, wie tief bin ich zur Erde niedergebeugt, zerbrochen iſt mein ſchoͤnes Gluͤck, ausge⸗ löſcht meine lichte Hoffnung! Aber, wie hart, wie grauſam können die Menſchen ſeyn! Wie wandelbar ſind ſie in ihren Launen, in den Erweiſen ihrer Gunſt wie veraͤnderlich! Nie habe ich ihn gekrankt, und er zuͤrnt auf mich! O, Mutter, laßt