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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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Noſtiz und verſprach dieſem, er wolle die Scharte ſchon auswetzen. Wo nach einer verlorenen Schlacht ſolcher Muth herrſcht, da iſt noch nichts verloren, und wenn Napolevn meinte, Blücher vernichtet und für das erſte kampfun⸗ fähig gemacht zu haben, und um ſo leichter nun auch mit Wellington fertig zu werden, ſo irrte er gewaltig. Wel⸗ lington bei Quatrebras von Napoleon bereits verdrängt und einen neuen noch heftigeren Angriff vorausſehend, hatte Blücher um Beiſtand und Sendung einiger Regi⸗ menter gebeten. Ich komme mit der ganzen Armee! erwiderte der Alte, und Wellington wußte, auf dieſes Wort durfte er ſich verlaſſen. Bei Waterloo traf ihn Napoleon's Angriff. Welling⸗ ton hatte eine günſtige Stellung eingenommen, aber die Franzoſen bedrängten ihn mit großer Uebermacht und der Kampf ward hitzig und blutig. Napoleon wollte die Stel⸗ lungen der Engländer ſtürmen und trieb ſeine beſten Truppen gegen die feuerſpeienden Batterien. Die Englän⸗ der vertheidigten ſich mit großer Hartnäckigkeit. Immer neue Regimenter trieb das Machtwort Napolevn's in den Kampf und ſchaarenweis wurden die Angreifenden nieder⸗ geſtreckt. So tobte der Kampf während des ganzen Tages; viele Tauſende lagen ſchon mit zerſchmetterten Gliedern vor der Stellung der Engländer, aber auch dieſe ermat⸗