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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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gung gegen den Soldatenſtand doch dem Rufe des Mon⸗ archen, dem Rufe des Vaterlandes, welches alle wehr⸗ fähigen Männer zu ſeiner Befreiung aufrief, gefolgt war und auf dem weiten Felde bei Leipzig den ehrenvollen Tod für's Vaterland gefunden hatte. Ohne daß Albrecht eine Ahnung davon gehabt, hatte er ſich im böhmiſchen Hauptheere befunden und war bei der Erſtürmung von Probſtheida durch eine Kartätſchenkugel getödtet worden. Durch dieſen Todesfall wurde Albrecht Majoratserbe von W., und ſeine trauernde Mutter rief ſehnſuchtsvoll nach . dem einzigen ihr gebliebenen Sohne, den ſie ſeit faſt

acht Jahren nicht geſehen hatte. Albrecht folgte ihrem Rufe und holte bald ſeine ge⸗ liebte Johanna nach, die er ſeiner Mutter als eine treue 1 ʒ Tochter zuführte. Auch Johanna's hochbetagte Mutter mußte mit einziehen in das Schloß, und obgleich ſie nicht wenig weinte, als ſie ihre geliebte Heimat und das Grab ihres Mannes verlaſſen ſollte, ſiegte doch die Liebe zum Kinde, und bald fühlte ſie ſich auch glücklich auf Schloß 6 W., wo die Familie ein ſtilles Leben voll gegenſeitiger Liebe führte. 3 Wir ſahen ſie am Anfange dieſes Kapitels, beſtehend aus den beiden Müttern und den Kindern, zuſammen, und 1 verließen ſie am Kaffeetiſche. Nach dem Kaffee griff Albrecht zu den Zeitungen, welche gewöhnlich von den Beſchreibungen der Luſtbarkei⸗