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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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gen. Er ſelbſt begab ſich zum Heer, welches ohne Zögern dem flüchtenden Löwen folgte, um ihm nicht Zeit zu laſſen, ſich wieder zu erholen.

Bierzhntes Capitel. Befreit.

Wie nun Deine Freuden winken Nach der Knechtſchaft, nach dem Streit? Vaterland ich möcht' verſinken Hier in Deiner Herrlichkeit. Wo die hohen Eichen ſauſen, Himmelan das Haupt gewandt, Wo die ſtarken Ströme brauſen, Alles das iſt deutſches Land. Mar von Schenkendorſ.

Es war Anfang März des Jahres 1814. Die erſten Frühlingsboten nahten und eine mildere ſanftere Luft be⸗ gann die Erde ihrer drückenden Winterfeſſeln allmählig zu entledigen.

Die Sonne blickte ſo freundlich und lieblich hernie⸗ der, daß aller Menſchen Herzen unter ihrem Schein er⸗ wachten und man hätte geglaubt, man lebe an einem ſchönen Maitage, hätten nicht die kahlen Bäume, die wie Knochengerippe ihre Arme in die Luft ſtreckten, dieſe An⸗ ſicht Lügen geſtraft.

Mittag war kurz vorbei, und im Schloß W. hatte