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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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ſchwere und gefährliche, aber ſchmerzhafte, und verband ſie mit großer Sorgfalt.

Drüben vor Leipzig hörte man den Donner der Ge⸗ ſchütze und das Getöſe des Kampfes, aber Albrecht achtete alles deſſen nicht. Er lebte nur noch für ſie, die verwun⸗ det und beſinnungslos vor ihm lag. Ja, das war daſſelbe Weſen, das ihn einſt in der kleinen Bauernhütte gepflegt hatte, das war dieſelbe Johanna, an deren begeiſterten Liebe zum Vaterlande er ſeine eigene Hoffnung wieder aufgerichtet hatte und nun lag ſie da, verwundet für das Vaterland, das ſie, ihr zartes Geſchlecht verleugnend, hatte befreien helfen.

Endlich war der Verband beendet, doch in dem Au⸗ genblicke, wo Karl Braune ſich emporrichtete, dem angſt⸗ voll lauſchenden Offizier dieſes mitzutheilen, riß ihm eine ziellos dahinfliegende Kanonenkugel den Kopf vom Rum⸗ pfe und ſtreckte ihn todt neben dem Mädchen nieder, deren Wunde er ſpeben verbunden hatte.

Albrecht dankte ihm gerade für ſeine Freundlichkeit, 3 doch der Arme hörte dieſe Worte nicht mehr, ſo ſchnell 3 überkam ihm das Geſchick.

So befand ſich Albrecht wieder allein bei der hilf⸗ loſen Verwundeten und war wieder in Noth, was er anfangen ſolle, wie ihr helfen?

Da ſah er zum Glücke mehrere Wagen mit Ver⸗ wundeten in nicht allzugroßer Ferne, und ohne Zögern

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