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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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Vergeblich ſtürmten die Verbündeten mit ihrer ganzen Uebermacht heran und erſetzten die erſchöpft weichenden Truppen immer mit friſchen; Tod und Verderben ſchmet⸗ terten ihnen die feindlichen Geſchütze entgegen und die Franzoſen ſtanden wie Mauern bei den fürchterlichſten Angriffen. Das Blutbad war gräßlich. Hier focht man für die Vervollſtändigung des Sieges, den man faſt errungen glaubte, drüben für die Ehre und den Ruhm des fran⸗ zöſiſchen Heeres, für den Ruhm des Kaiſers, und wenn auch nicht mehr für Sieg, doch mindeſtens für einen ehren⸗ vollen Rückzug.

Und trotz der unerhörteſten Anſtrengungen der tapfe⸗ ren Truppen des böhmiſchen Heeres gelang es ihnen nicht, die Franzoſen, unter denen Napoleon ſelber hoch u Roſſe hielt, aus Probſtheida zu vertreiben, bis endlich ie verbündeten Monarchen dem entſetzlichen Schlachten ein Ende machten und ihre Truppen zurück riefen, da ſie ja doch die Schlacht als gewonnen betrachten konnten.

Auch Blücher, der ſich mit dem am 17. eingetroffenen Nordheere vereinigt hatte, begann am 18. den Kampf von Neuem, und heute war es das Dorf Schönfeld, um das ſich das hitzige Gefecht drehte. Hier hatten ſich die Franzoſen feſtgeſetzt und verſchanzt, doch Blücher ſah bald ein, daß diefe Stellung genommen werden müſſe, wollte man den Sieg erringen. Er befahl Sacken mit