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Schwäche, das Napoleon noch nie gezeigt hatte. Und doch
war er auch zu ſtolz, das Schlachtfeld zu räumen und den Verbündeten den Sieg zu überlaſſen, welchen er ſchon durch Glockengeläut und Poſaunenſchall in Leipzig hatte verkünden laſſen. Er wich nicht, er blieb in ſeiner Stel⸗ lung auf dem Schlachtfelde und erwartete den neuen An⸗ griff der verbündeten Heere.
So ging der 17. October in Unthätigkeit hin, nur daß die Verbündeten ſich ſtärkten und kräftigten zum neuen Kampfe, und daß Blücher die franzöſiſchen Trup⸗ pen an der Parthe bis dicht vor Leipzig trieb und ihnen Kanonen und eine Menge Leute abnahm. Der Hel⸗ dengreis konnte das Ende dieſes Tages nicht in Unthä⸗ tigkeit erwarten, und, während Alle ruhten, wand er neue Lorbeeren um ſeine greiſe Stirn.
Den 18. October Morgens gegen 8 Uhr begann
der Kampf von Neuem und die Kanonen der Verbündeten donnerten den Franzoſen einen Morgengruß entgegen. Die geſtärkten Truppen ſtürmten wiederum die von den Frarzoſen beſetzten Dörfer, und heute war es Probſtheida, das ſich am hartnäckigſten hielt. Hier leitete Napoleon ſelber die Schlacht, und die Franzoſen, wieder unter den Augen ihres großen Kaiſers kämpfend, angefeuert durch ſeine Nähe und ſein kräftiges Commandowort, leiſteten Uebermenſchliches in der Vertheidigung dieſes Ortes.


