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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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ſeinen braven Ruſſen zum Angriff, allein ſie wurden durch die Tapferkeit des Feindes zurückgeworfen. Da ritt Blü⸗ cher ſelbſt in ihre Reihen. Mit flatterndem Haar und leuchtenden Zügen ſprengte der gewaltige Greis einher, und ſein berühmtesVorwärts trieb die weichenden Ruſſen von Neuem gegen den Feind.

Die Geſchütze unterſtützten die Angreifenden auf das nachdrücklichſte und die Ruſſen ſtürmten mit todesver⸗ achtender Kühnheit. Der Kampf war lang, furchtbar und blutig. Blücher mitten drinnen, mit Jünglingskraft den blinkenden Degen ſchwingend, war überall, wo es Noth that, und ſein mächtigesVorwärts übertönte den Don⸗ ner der Geſchütze, das Gewühl der Schlacht, hob den Muth der kämpfenden Ruſſen und erſchreckte die Fran⸗ zoſen. Mit Einbruch der Nacht wurden dieſe gänzlich geworfen und die Ruſſen ſtanden unter Haufen von Lei⸗ chen, in Strömen von Blut, auf den rauchenden Trüm⸗ mern des erſtürmten Schönfeld.

Der Abend ſenkte ſich ſchwer und düſter nieder, und auf einem Hügel hielten die drei Monarchen von Preu⸗ ßen, Oeſterreich und Rußland, und ſchauten mit ernſtem Blicke in das ungeheure Schlachtgewühl. Sie beſchloſſen ſoeben den Befehl zum Einſtellen des Kampfes zu geben, um am anderen Tage den Entſcheidungskampf zu erneu⸗ ern, da ſprengte Fürſt Schwarzenberg mit verhängten