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So zog er mit ſeinen geſammten Streitkräften in die Ebenen von Leipzig, noch immer hoffend, einen der Gegner abfangen und allein vernichten zu können.
Aber Blücher und das Nordheer wichen ſeinen kunſt⸗ vollen Manövern geſchickt aus, ja, der Kronprinz ließ ſich ſogar durch einen Kunſtgriff Napoleon's ſo täuſchen, daß er, gegen den Willen Blücher's, über die Elbe zurück⸗ gehen wollte. Wäre dieſes geſchehen, ſo würde wahrſchein⸗ lich die Schlacht bei Leipzig einen anderen Ausgang genommen haben, als ſie wirklich fand. Ein unglück⸗ lich⸗glücklicher Zufall verſetzte die Brücke bei Acken in einen Zuſtand, der den Uebergang unmöglich machte. So mußte der Kronprinz nothgedrungen bleiben, und der Be⸗ fehl der Monarchen an ihn und Blücher, ſchleunigſt ihrem Ziele Leipzig zuzueilen, da man am 16. die Schlacht be⸗ ginnen wolle, traf beide Heere noch auf dem dieſſeitigen Ufer.
Napoleon's altes kunſtvolles Syſtem, die Feinde einzeln anzugreifen, durch das er ſo oft geſiegt hatte, war von den Verbündeten durchſchaut und vereitelt worden. Während von Böhmen her das Hauptheer unter Schwar⸗ zenberg in mehreren großen Heerſäulen heranrückte, zog auch Blücher von der entgegengeſetzten Seite bereits herbei, und Napoleon ſah ſich am Abende des 15. October faſt der ganzen Armee der verbündeten Mächte gegenüber.


