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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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verlaſſen, und ſobald die Brücke beendet war, ließ er dem Kronprinzen melden, daß er den Uebergang beginnen würde.

„Vorwärts Kinder!“ rief der alte Held;„wir müſ⸗ ſen hinüber und Wartenburg muß erſtürmt werden, ſonſt gehen wir Alle zum Teufel. Die Brücke laß ich hinter uns abbrennen!“

„Hoho, Vater Blücher!“ riefen die Soldaten un⸗ muthig,„ſo brauchſt Du mit uns nicht zu ſprechen, und wenn zehn Brücken daſtehen, wir wiſſen, was unſere Schul⸗ digkeit iſt.“

„Nun ja Kinder,“ rief Blücher freundlich begüti⸗ gend,„es war ja nicht böſe gemeint, wir kennen uns ja! Hurrah! Vorwärts!“

Und unter dem Klange des alten Liedes:„Prinz Eugen“ zogen die muthigen Schaaren, unbekümmert um die Bosheiten der Feinde, dem anderen Ufer zu. Blücher ſelber war einer der Erſten jenſeit der Elbe, ließ die herüber⸗ kommenden Schaaren ſich ſammeln und beſchloß den Feind anzugreifen.

„Nun Kinder, friſch drauf!“ rief der Greis mit mächtiger Stimme ſeinen braven Truppen zu, und ein heftiger Sturm auf das verſchanzte Wartenburg begann.

Die Franzoſen, die Preußen und den alten Blücher kennend, hatten das bereits von der Natur durch Gräben, Gewäſſer, Gehölz, Dämme und Hecken ſehr günſtig