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böhmiſchen Heere zu nähern; in den Ebenen Sachſens hoffte man eine große Entſcheidungsſchlacht zu ſchlagen. Blücher folgte dem Rufe ſogleich und auch der Kronprinz verſprach den Uebergang über die Elbe zu bewerkſtelligen.
Während Sacken mit ſeiner Cavallerie bei Großen⸗ hain die Feinde neckte und beſchäftigte, bog Blücher mit ſeinen Truppen rechts ab, marſchirte bis Jeſſen und ließ ſchnell eine Brücke zum Uebergange herſtellen. Da aber der Kronprinz mit dem Nordheere keine Anſtalten machte, ſeinerſeits ebenfalls den Uebergang zu bewerkſtelligen, und ruhig in ſeinem Lager blieb, wandte ſich General Ber⸗ trand, der dem Nordheere gegenüber ſtand, eiligſt nach Jeſſen hin und bezog dem ſchleſiſchen Heere gegenüber eine feſte verſchanzte Stellung bei Wartenburg, noch ehe Blücher den Uebergang hatte vornehmen können. Doch dieſe gefährliche Nähe ſchreckte Blücher nicht; er ließ ru⸗ hig fortarbeiten und war bereit, nöthigenfalls den Ueber⸗ gang mit bewaffneter Hand zu erzwingen.
Zwar verſuchte der Feind während der Nacht den Brückenbau zu hindern, doch vergeblich, er ward bis zum Morgen glücklich beendet. Aber der Uebergang war im⸗ mer ſehr gefahrvoll und durch die Nähe der Feinde auf das höchſte beunruhigt. Doch ließ Blücher ſich ſo leicht nicht von einem einmal gefaßten Entſchluße abbringen; Furcht kannte er nicht, auf ſeine Truppen konnte er ſich


