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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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ernannte ihn zum Major, indem er die Hoffnung aus⸗ ſprach, ihn recht bald wieder auf dem Schlachtfelde zu ſehen. Albrecht dankte dem edlen Greiſe, der ein zürnen⸗ der Kriegsgott in der Schlacht, außer derſelben in ſeiner gutmüthigen Derbheit ſo liebenswürdig war, und verſprach ihm, er ſolle bald von ihm hören.

Die Begeiſterung für Blücher ſtieg von Tage zu Tage, und beſonders waren es die Ruſſen, die jetzt für ihn ſchwärmten, ihn für einen Geweihten des Herrn, für einen Streiter Gottes hielten und in ihrem Aberglau⸗ ben ihn faſt anbeteten.

Auch die Feldherren, durch den Erfolg des Tages beſchämt, näherten ſich dem Helden, und dieſer, alles Ver⸗ gangene der Vergeſſenheit übergebend, freute ſich mit ihnen der Gegenwart. Ein Tag hatte alle Mißhelligkeit und Unzufriedenheit gehoben; Jeder diente mit Freuden unter Blücher, und das ſchleſiſche Heer gewann durch dieſen Sieg jene moraliſche Kraft, die es im weitern Verlaufe des Krieges zu ſo kühnen und erfolgreichen Thaten be⸗ fähigte. Aber nicht blos ſein Heer und Schleſien, nein— ganz Deutſchland und die verbündeten Heere und Monar⸗ chen frohlockten über den glänzenden Sieg des alten Haudegen, der ſich ſo ſchön dem bei Großbeeren anreihete, welchen Bülow und der Kronprinz von Schweden über