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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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verzweiflungsvoll in die Fluthen, von denen ſie meiſt ſo⸗ gleich erfaßt und wüthend hinweggeriſſen wurden.

Nur Wenige erreichten, regellos, erſchöpft, durchnäßt und ohne Waffen, das jenſeitige Ufer und wurden meiſt noch gefangen genommen.

Alles, was nicht ſein Heil im Waſſer ſuchte, mußte ſich den Siegern ergeben; nur Wenige entkamen, und die Verbündeten hatten einen glänzenden Sieg erfochten, der die Verehrung für Blücher beſonders bei den Ruſſen und Koſacken auf das fabelhafteſte ſteigerte.

Langeron, der ſich zuerſt nicht an der Schlacht be⸗ theiligt und ſogar zum Rückzuge angeſchickt hatte, ſchämte ſich, als er von dem Siege vernahm, und machte ſeinen Fehler durch kräftige und glückliche Verfolgung des Fein⸗ des wieder gut.

Der Erfolg dieſer Schlacht war ungeheuer und die Preußen nutzten ihren Sieg auf das beſte. Eine lebhafte Verfolgung warf den Feind aus Schleſien und jagte ihm noch viele Trophäen und Gefangene ab.

Blücher aber ſuchte das Regiment auf, welches er im Kampfe beobachtet hatte. Der Hauptmann Albrecht von W., derſelbe, welchen Blücher ſo kühn in den Feind drin⸗ gen und die feindliche Standarte nehmen ſah, lag verwun⸗ det darnieder. Blücher verlangte ihn jedoch zu ſehen, ließ ſich zu ihm führen, dankte ihm für ſeine Tapferkeit und

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