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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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einander, als wollten ſie Alles unter ſich begraben, was ihnen nahe käme.

Da ward der eine Flügel der Verbündeten von der franzöſiſchen Reiterei heftig bedrängt, die ſtürmiſch die preußiſche zurückwarf und die Infanterie wie die Batte⸗ rien bedrohte, welche eilig den Rückzug nehmen mußten— das war ein Moment, in welchem der Erfolg der Schlacht auf dem Spiele ſtand und wo der Sieg ſchwankte.

Kaum aber bemerkte dies Blücher, ſo war er wieder der kühne Huſar aus ſeiner Jugend, und überall in den vorderen Reihen hatte er bald ſeine Reiter geſammelt und warf ſich an der Spitze derſelben dem Feinde entgegen. Hei, wie flatterte ſein Silberhaar im Winde, als er mit geſchwungenem Säbel ſeinem Reitergeſchwader voran ſprengte und ſein lautes:„Vorwärts!“ erſchallen ließ, welches Alle, die es vernahmen, electriſirte!

Sein Angriff warf die Feinde zurück, und bevor ſie Zeit hatten, ſich wieder zu ſammeln, war auch das Fuß⸗ volk mit Verſtärkung vorgerückt, die Ruſſen faßten den Feind in die Flanke und er ward vollſtändig geworfen.

Ein Haufen hielt noch Stand und vertheidigte ſeine Stellung auf das tapferſte. Vergeblich hatten die Preußen ſchon mehrmals ihn zu verdrängen geſucht, er ſpottete aller Anſtrengungen, und der Adler erhob ſich kühn und

1860. VIII. Gefangen und Befreit. 14