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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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Vertrauen, ſein freies Auge leuchtete vom kühnen Blitze des echten Heldenfeuers und in ſeinen Zügen malte ſich ein hoher Siegesmuth. Freude ſtrahlend ritt er von einer Schaar ſeiner tapferen Truppen zur anderen, die, wie er ſelber vor Schlachtluſt glühten, und rief ihnen heiter zu:

„Nun Kinder, heute gilt's! Heute ſollt ihr beweiſen, ob ihr euer Vaterland und euren König liebt! Dort iſt der Feind— auf, und zeigt euch als wackere Preußen!“

„Hurrah, Vater Blücher!“ war die tauſendſtimmige Antwort, und in demſelben Augenblicke begannen die Ge⸗ ſchütze, vom Taubenberge aus, den Feind mit ihren Kugeln zu begrüßen.

„Nun Kinder,“ rief Blücher jetzt,„nun habe ich Franzoſen genug herüber! Nun man vorwärts!“

Und mit dem ſtürmiſchen Rufe:„Es lebe der Kö⸗ nig!“ ſtürzten die tapferen Truppen auf den Feind.

Der Angriff der Ruſſen und Preußen geſchah mit Ungeſtüm, doch ward er von glänzender Tapferkeit em⸗ pfangen.

Das franzöſiſche Heer ſchlug ſich ausgezeichnet und begrüßte die ungeſtümen Angreifer mit kalter verderbli⸗ cher Ruhe. Seinen Mittelpunkt bildeten Batterien, die auf beiden Seiten durch das Fußvolk gedeckt waren, welches ſich in zwei Vierecken aufgeſtellt hatte, und dieſe ſchleuder⸗ ten den Stürmenden Tod und Verderben entgegen. Aber