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Generalſtabschef und treuer Rathgeber war ſeit des edlen Scharnhorſt's Tode Gneiſenau, der Vertheidiger von Colberg, und beide Männer, den Greis und den jun⸗ gen Mann umſchlang bald ein Band edler Freundſchaft. Gneiſenau, der ruhige, beſonnene und wiſſenſchaftlich ge⸗ bildete Offizier, entwarf die Pläne, die ganz in Blücher's Geiſte waren, und von dieſem neidlos anerkannt und ſtets auf das herrlichſte ausgeführt wurden. Gneiſenau, dem das Commando des preußiſchen Armeecorps beim Nordheere beſtimmt geweſen war, hatte dies ausgeſchla⸗ gen, um an Scharnhorſt's Stelle bei dem alten verehr⸗ ten Helden zu bleiben und wie dieſer als Generalſtabs⸗ chef ſein Helfer und Berather zu werden. Auf ihn konnte Blücher ſicher rechnen. Gneiſenau und das preußiſche Heer waren ihm unbedingt ergeben; nur die Ruſſen und ihre Feldherren widerſtrebten.
Blücher und Gneiſenau, dieſe beiden Männer ne⸗ beneinander, waren ein Segen für die Armee, und nicht mit Unrecht ſagt Rückert:
„Der Blücher hat die Macht, Der Gneiſenau den Bedacht; Drrum hat's Gott wohl gemacht, Der ſie zuſammen gebracht!“
Am 20. Auguſt war Napoleon mit ſeinen Garden
ſelber bei dem Heerestheile angekommen, dem Blücher


