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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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benutzt und ſtanden einander auf das beſte gerüſtet und neu geſtärkt gegenüber. Blücher hatte den Oberbefehl über die ſchleſiſche Armee erhalten, und trat das Commando unter der Bedingung an, den Feind anzugreifen, wo er es für nöthig und zweckmäßig halte. Zwar hatten die Diplomaten, die Partei der Vorſichtigen, den greiſen Feldherrn vom Commando auszuſchließen verſucht, da ihnen ſeine derbe und kräftige Kriegführung ein Gräuel war, aber des Königs Achtung und Kaiſer Alexander's Vorliebe für den Helden, ſo wie die Stimme des Kron⸗ prinzen Bernadotte von Schweden, der ihn 1806 als Gegner hatte ſchätzen lernen, ſiegten über die Partei und Blücher ward als Oberfeldherr berufen.

Leider herrſchte in ſeinem Lager nicht der rechte Geiſt, welchen er bei ſeinen Kriegern wünſchte; die Ruſſen unter Langeron waren mißvergnügt, daß ein fremder Oberfeldherr ſie befehligen ſolle, und bei den Preußen mangelte Manches an der Ausrüſtung, worüber man un⸗ zufrieden war und klagte. Obendrein hatte ihn die ihm feindliche Partei mit ſchwer zu behandelnden Unterfeld⸗ herren umgeben, mit dem ſtarrſinnigen York und dem reizbaren Sacken; dies vermehrte noch die Verwirrung.

Blücher ſah ein, daß ein ordentlicher Sieg nöthig ſei, um den guten Geiſt der Truppen wieder herzuſtellen und„ſo viele Köpfe unter einen Hut zu bringen“. Sein