Druckschrift 
Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
Einzelbild herunterladen

209

das Schwert entſcheiden, doch ſollten Preußen und Ruß⸗ land nun nicht mehr allein ſtehen. Oeſterreich, für Deutſchlands Vortheile alle Privatverhältniſſe hintan⸗ ſetzend, erklärte ſich für die Sache der Verbündeten und erließ die Kriegserklärung gegen Napoleon*).

Zweihunderttauſend Mann tapfere Truppen, wie Preußen und Ruſſen bereit, die Schmach früherer Jahre blutig abzuwaſchen, ſtießen zu den Verbündeten, der Kronprinz von Schweden führte ihnen das tapfere nor⸗ diſche Heer zu, und Napoleon's Lage ward dadurch heftig bedroht.

Er mußte das ſelber auch fühlen und immer mehr ſeine trüben Ahnungen beſtätigt ſehen, die ſeit Moskaus Brande ihn öfter überkamen; der ſtolze Kaiſer machte von Neuem Friedensvorſchläge und ſchlug ſogar vor, während daß man ſich ſchlüge noch zu unterhandeln.

Aber die verbündeten Preußen, Ruſſen, Oeſterrei⸗ cher und Schweden und vor Allem Napoleon's Erbfeind, England, welches die Verbündeten durch Geld unter⸗ ſtützte, erklärten ſich heftig dagegen, die Völker wollten Untergang der Franzoſenherrſchaft und das Schwert ſollte entſcheiden.

Beide Parteien hatten den Waffenſtillſtand trefflich

) 13. Auguſt 1813.