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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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herzlich.„O wie freue ich mich, wenn ich ſehe, daß meine Lieder meine Freunde begeiſtern! Hurrah! Hörſt Du:

Was glänzt dort im Walde im Sonnenſchein?

Hör' näher und näher brauſen.

Es zieht ſich herunter in düſtern Reih'n,

Und gellende Hörner ſchallen darein,

Und erfüllen die Seele mit Grauſen!

Und wenn ihr die ſchwarzen Geſellen fragt:

Das iſt Lützow's wilde verwegene Jagd.

Die Brüder ſingen meine wilde Jagd— komm, laß uns eilen, daß wir mit ihnen fröhlich ſind.“

Da erſcholl plötzlich der Ruf einer Trompete durch den Wald, und die Beiden eilten, den Andern näher zu kommen.

Sie fanden Alle bereits in kriegeriſcher Bewegung. Die ausgeſtellten Koſacken hatten die erwarteten Trans⸗ portwagen entdeckt, welche von zwei Compagnien Infante⸗ rie begleitet, langſam und ſorglos des Weges kamen, und Lützow zögerte nicht, dieſelben anzugreifen.

Er ſelber ſtellte ſich an die Spitze ſeiner Tapferen und Körner war als Adjutant ihm zur Seite. Während ſie dem Feinde entgegenrückten, las Körner mit lauter Stimme ſein Schwertlied vor, das alle Herzen begeiſterte.

Johanna, die ganz in ſeiner Nähe ritt, dankte ihm mit freundlichem Worte, und ſelbſt Lützow wandte ſich zu dem jugendlichen Sänger und wünſchte ihm Glück zu ſei⸗ nem friſchen Muthe.