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Allem verſehenen Feſtung erbaten, dieſelbe verweigert; die Uebergabe der ganzen Armee war die Folge dieſes engherzigen Handelns, welchem aus dem ganzen Feld⸗ zuge nur eine That würdig als unwürdig zur Seite ge⸗ ſtellt werden kann— die Uebergabe Magdeburgs.
Zehn Tage nach der Schlacht bei Jena zogen die Franzoſen in Berlin ein, Spandau übergab ſich an dem⸗ ſelben Tage ohne Schwertſtreich(der Commandant war froh, ſeinen Hühnerhof ungefährdet zu ſehen, was küm⸗ merte ihn die Feſtung), und bald darauf fiel auch Stet⸗ tin, der Schlüſſel zu Pommern und Weſtpreußen, ohne daß nur ein Schuß gefallen wäre.
Noch ſchimpflicher war der Fall von Küſtrin, einer der wichtigſten und feſteſten Plätze Preußens, der mitten im Moraſte gelegen und ſchwer zugänglich, ſich am ehe⸗ ſten und längſten hätte vertheidigen können. Der König hatte auf ſeiner Flucht kurze Zeit ſein Hauptquartier in Küſtrin gehabt und bei ſeiner Abreiſe dem Comman⸗ danten die äußerſte Vertheidigung des Platzes an's Herz gelegt, die dieſer auch verſprochen. Kaum rückten je⸗ doch die erſten Franzoſen, circa 1500 Mann ſtark, gegen die Feſtung an, da warf ſich der Herr Commandant auf's Pferd, ritt den Franzoſen entgegen und übergab dieſem Häufchen Leuten ſeine Feſtung, welche im beſten Stande, mit Lebensmitteln und Munition reichlich ver⸗


