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brecht's Herzen immer mächtiger geworden, und er fühlte, daß er nicht würde leben können vhne ſie, ohne ihre Liebe. Albrecht haßte den Eroberer, der ſein Vaterland knechtete, und Johanna ſchwärmte für Deutſchlands Freiheit.
So hatten ſich ihre Seelen immer mehr gefunden, und aus der gleichen Liebe zum Vaterlande entſprang auch bald die Liebe zu einander. Und als ſie wieder einmal begeiſtert für ihr Vaterland ſprach, da ſchlang er entzückt ſeinen geſunden Arm um ſie und der Mund floß über von dem, deſſen das Herz voll war: er ſagte ihr, wie ſehr er ſie liebe und wie er nur glücklich ſein könne durch ſie und mit ihr.
Und er küßte ihre Lippen und ihre Augen, und ſie wehrte ihm nicht.
Selig ruhte ſie an ſeiner Bruſt und ihn mit ihren Armen umſchlingend, flüſterte ſie:
„O ich liebte Dich ja längſt!“
Dann aber richtete ſie ſich plötzlich auf und den Ge⸗ liebten anſchauend, mit einem Blicke, in dem ihre ganze Seele lag, fagte ſie feierlich:„Dein bin ich, Albrecht, Dein allein, doch nur als freie Deutſche kann ich Dir angehö⸗ ren! Wenn das Vaterland frei iſt, bin ich Dein!“
Und überwältigt von dem Augenblicke ſanken ſie nie⸗ der auf die Knie und Hand in Hand ſchwuren ſie:
„Treue und Liebe dem Vaterlande bis zum Tode!


