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Schlummer zeugten, nahm ſie ihre Arbeit wieder zur Hand und zupfte Fäden aus einem Stück Leinenzeug. Sie hatte ſchon einen ganzen Haufen davon vor ſich liegen, als endlich der Schläfer ſich regte und zu erwachen ſchien. Schnell ſchüttete das Mädchen die Charpie auf den Tiſch und eilte an das Lager zurück.
„Wo bin ich?“ rief jetzt der Erwachte mit ſchwacher Stimme und bewegte den Arm, um ſich emporzurichten, ſank aber mit einem leiſem Aechzen zurück.
„Sie ſind wohlgeborgen bei ehrlichen Deutſchen,“ erwiderte das Mädchen freundlich,„aber nun verhalten Sie ſich ruhig und rühren ſich nicht, damit Sie Ihren Wunden nicht ſchaden, die der Vater mit großer Sorg⸗ falt verbunden.“
„Meine Wunden? Bin ich denn verwundet?“ fragte der Kranke erſtaunt, aber dann, wie ſich beſinnend, ſeufzte er tief:„Ach ja, jetzt beſinne ich mich, es war eine Schlacht; der verdammte franzöſiſche Dragoner hatte mir einen Hieb in den Arm gegeben, ich ſpaltete ihm zum Dank den Schädel, da traf mich ſelber ein Hieb an den Kopf. Ja, ja, ich beſinne mich, ich ſank ohnmächtig vom Pferde— doch ſag', holdes Kind, wie komme ich hierher?“
„Sehr einfach, mein Herr Offizier. Als die Schlacht beendet war und der größte Theil der Heere aus der Gegend verſchwunden, eilten alle Bewohner der benach⸗
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